Geschichte von Hamburg
Gründung Hamburgs
In der Gegend rund um Hamburg lebten schon zehntausend Jahre v. Chr. die ersten Menschen. Die ersten Siedlungen entstanden dann aber erst nach mehreren tausend Jahren. Eine Vorläufersiedlung Hamburgs gab es schon im 6. oder 7. Jahrhundert. Im 9. Jahrhundert ließ Karl der Große dann eine Missionsstation erbauen und führte die Missionierung der nördlich lebenden Menschen an. Hamburg wurde dann Sitz des Erzbistum, da die Stadt jedoch ein zu leicht einnehmbares Ziel war, wurde der Sitz später nach Bremen verlegt. Erst im 10. Jahrhundert übernahm mit Graf von Schauenburg ein weltliches Oberhaupt die Leitung der Stadt und die Verteidigung der Stadt wurde deutlich verbessert.Aufstieg und Blüte von Hamburg als Hansestadt
Nachdem man gemeinsam die äußeren Feinde besiegt hatte, kam es innerhalb der Stadt zum Streit zwischen der Kirche und dem weltlichen Oberhaupt. Während der Erzbischof hauptsächlich die Altstadt ausbaute, konzentrierte sich Graf von Schauenburg auf die Neustadt. Zum Beispiel sorgte er dafür, dass sich viele Kaufleute um das Nikolaifleet ansiedelten. Ebenfalls positiv wirkten sich die Zollfreiheit und der Beitritt zum Hansebund aus.Im 16. Jahrhundert lebten in Hamburg sehr viele reiche und aktive Kaufleute und die Stadt selbst zählte zu den wohlhabensten Städten Europas. Daher verwundert es nicht, dass im 16. Jahrhundert hier die erste Börse Deutschlands gegründet wurde. Auch zahlreiche Banken und Versicherungen haben Ihren Ursprung in dieser Zeit. Hamburg wurde zur Freien Stadt erklärt und erhielt eine eigene Verfassung. Diese Verfassung von Hamburg war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich, da sie auch dem Bürgertum sehr viele Rechte einräumte.
Geschichte von Hamburg in der Neuzeit
Im 19. Jahrhundert litt Hamburg stark unter der Besatzung Napoleons. Nach dem Ende der Besatzung trat Hamburg dem Deutschen Bund bei. Es wurde eine noch bürgerfreundlichere Verfassung erlassen. Hamburg erhielt vom Deutschen Reich einen Freihafen und konnte daher den Handel wieder verstärken.Nachdem im Ersten Weltkrieg die Stadt erneut geschwächt wurde, übernahm ein Senat die Regierung. Es wurde eine Volkssouveränität geschaffen und man erließ eine demokratische Verfassung. Der Handel und die Hafenwirtschaft nahmen wieder zu. Die Demokraten wurden jedoch durch die Nazis bekämpft und schließlich vertrieben. Seit 1949 ist die Freie und Hansestadt Hamburg ein selbständiges Bundesland und zählt trotz der Sturmflutkatastrophe in den sechziger Jahren zu einer städtischen Schönheit.